Unsere Sozialberatung

Arne Eiwen

Arne Eiwen

Gefühlt mitten aus einer selbstgewählten beruflichen Auszeit, riss mich die Stellenanzeige, in der die Familienherberge Lebensweg jemanden suchte, der die Familien und die Familienherberge selbst mit seinem Wissen bezüglich des Sozialrechts beraten und unterstützen kann. Die Entscheidung, mich spontan zu bewerben, war eine dieser unbeschreiblich klaren, bei denen sich gar kein Zögern einschleichen kann, weil das Herz schon längst entschieden hat: „So ein Angebot gib es nicht so schnell wieder, es ist genau das, was du tun willst“. So war die Vernunft, die sich für eine Fortsetzung der wohlverdienten Auszeit stark machte, chancenlos. Die Entscheidung legte ich den Fachkräften der Familienherberge in die Hände … und durfte somit am 15.03.2019 in diesem wunderbaren Haus meinen Dienst antreten.

Dass ein behindertes Kind eine unbeschreibliche, weil für viele nicht nachvollziehbare, Bereicherung ist, weil es uns Zugang zu Gefühlsebenen eröffnet, die wir nie für existent gehalten hätten, weiß ich aus eigener Erfahrung. Ebenso aber auch, wie anstrengend und kräfteraubend der Alltag, durch alle möglichen, unvorhersehbaren Komplikationen, immer wieder sein kann, wie viel Geduld oft erforderlich ist und wie es sich anfühlt, wenn man manchmal meint, allem einfach nicht mehr gerecht werden zu können.

Betroffenen mit meiner Expertise alle nur möglichen Erleichterungen im Alltag mit ihren Familien zu ermöglichen, liegt mir besonders am Herzen. Da die wohlverdiente Auszeit in unserer Familienherberge eine Genusszeit werden soll, wollen wir durch unsere Unterstützung den erforderlichen Papierkram möglichst vereinfachen. Bei Fragen sollen die (Pflege-)Eltern wissen, dass sie jederzeit anrufen und Beratung erwarten dürfen, auch wenn es nicht um die Organisation der Urlaubszeit bei uns geht.

Und manchmal braucht man einfach nur ein offenes, verständnisvolles Ohr … jederzeit gerne.

Kurz noch ein paar Worte zu meiner Vita: Mein Name ist Arne Eiwen, bin seit bald 30 Jahren verheiratet und habe zwei Kinder (Sven, 23 und Vanessa, 26). Erstausbildung zur Erzieherin, später Weiterbildung zur Betriebswirtin für das Sozialwesen. Danach arbeitete ich als sozialpädagogische Koordinatorin in der Schulkindbetreuung. Ehrenamtlich war ich Gründungsmitglied und langjährige Vorsitzende eines europäischen Netzwerks (die seltene Behinderung unserer Tochter betreffend). Als die Kinder noch klein waren und während meiner Weiterbildung arbeitete ich acht Jahre lang als Nachtbereitschaft in einem Wohnheim der Lebenshilfe.

Ich freue mich sehr darauf, Sie bei uns begrüßen und kennenlernen zu dürfen.